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Spielgeräte Atlas 2014/15

16 Unbehandelte Lärche oder Douglasie für Spielgeräte Entgegen der allgemeinen Meinung ist unbehandelte Lärche / Douglasie nicht uneingeschränkt für den Bau von Spielgeräten und Spielanlagen im öffentlichen Bereich geeignet. Wir beziehen uns hier auf die neue DIN 68800 Teil 1. Diese Norm regelt die allgemeinen Voraussetzungen für den Schutz von verbautem Holz und Holzwerkstoffen gegen eine Wertminderung und / oder Zerstörung durch Organismen sowie für eventuell notwendige Bekämpfungs- maßnahmen. Sie enthält auch Regelungen zum Vorrang von besonderen baulichen Holzschutzmaßnahmen (ein- schließlich der Verwendung von ausreichend natürlich dauerhaften Holzbauteilen) gegenüber Schutzmaßnahmen mit Holzschutzmitteln. Sie ergänzt in Verbindung mit DIN 68800-2, DIN 68800-3 und DIN 68000-4 die DIN 1052 in Bezug auf die Stand- sicherheit und die Gebrauchstauglichkeit während der vorgesehenen Nutzungsdauer von Holzbauwerken. Außerdem legt die Norm auf der Grundlage der gegebenen Gefährdung unter verschiedenen Einsatzbedingungen Ge- brauchsklassen fest und ordnet diesen bestimmte Schutz- maßnahmen zu. Um festzustellen, welches unbehandelte Holz wie eingesetzt werden kann, wurde zunächst einmal ein Einteilungsprinzip für die Einbausituation von Holz in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen erstellt, die so genannten Gebrauchsklassen. Spielgeräte mit waa- gerechten Bauteilen, wie z. B. Podeste, sollten in die Ge- brauchsklasse 3.2 eingeteilt werden. Die allgemeinen Gebrauchsbedingungen hierzu lauten: Holzbauteile nicht unter Dach, ohne ständigen Erd- und / oder Wasserkontakt, mit Bewitterung; bei denen eine Be- feuchtung über lange Zeit möglich und eine Anreicherung von Wasser, auch räumlich begrenzt, im Holz zu erwarten ist. Laut der Norm ist für die Gebrauchsklasse 3.2 nur Holz mit einer natürlichen Dauerhaftigkeitsklasse des splint- freien Kernholzes gegen Pilzbefall (nach DIN EN 350-2) von 1 – 2 einsetzbar (z. B. Robinie, Eiche). Die natürliche Dauerhaftigkeit des Holzes ist die mehr oder minder aus- geprägte Eigenschaft einer Holzart, ohne zusätzliche Maßnahmen einem Befall durch Holzschädlinge zu wider- stehen. Nadelhölzer, wie z. B. Lärche, Kiefer oder Dougla- sie, fallen hier unter die Dauerhaftigkeitsklasse 3 – 4. Douglasien- oder auch Lärchenkernholz darf aus diesem Grund ohne zusätzliche Holzschutzmaßnahmen lediglich in den Gebrauchsklassen 0, 1, 2 und 3.1 eingesetzt werden. Der Einsatz von unbehandeltem Lärchen- oder Douglasien- holz ist für statisch belastbare Bauteile in der Gebrauchs- klasse 3.2 nicht zulässig. Um diese Hölzer dennoch ein- setzen zu können, sind Schutzmaßnahmen gemäß DIN 68800, wie eine qualitativ hochwertige Kesseldruckimpräg- nierung, unumgänglich. Wir verwenden für unsere Spielgeräte serienmäßig kern- getrenntes Kiefernholz, das wir nach den Vorschriften des RAL-Verbandes und gemäß DIN sorgfältig im Kessel- druckverfahren imprägnieren. Mit unserem System Alu- Eiche bieten wir darüber hinaus eine Alternative zu den bewährten imprägnierten Nadelhölzern. Mit diesem System werden Spielgeräte in einer Kombination aus recyclingfähi- gem Aluminium und unbehandeltem Eichenholz realisiert. Dies ermöglicht Spielgeräte von besonderer Stabilität und Langlebigkeit ohne zusätzlichen Holzschutz.

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